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Angesichts von Besucherzahlen, die im Sommer die Marke von 6.000 Personen pro Tag überschritten, hat die Gemeinde Île-de-Bréhat bereits im April 2022 Verdilo-Zähler installiert, um das Fußgängeraufkommen objektiv zu erfassen. Diese Daten bildeten die Grundlage für eine kommunale Verordnung, die ein tägliches Sommer-Besucherkontingent von 4.700 Personen festlegte – eine Regelung, die nun bereits seit mehreren Saisons erfolgreich angewendet wird.
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Auftraggeber: Gemeinde Île-de-Bréhat
6 einfache Fußgängerzähler im April 2022 bestellt (aktuell 5 aktiv), ohne Schutzgehäuse installiert
Standorte: Nordinsel, Leuchtturm Phare du Paon, Hafen
Über 320.000 Passanten zwischen Mai und September 2022 erfasst
Datengestützte kommunale Verordnung (Klimaschutz- und Resilienzgesetz): Kontingent von 4.700 Besuchern/Tag, Montag bis Freitag, 8:30–14:30 Uhr
Daten ausschließlich für den internen Gebrauch (Gemeindeverwaltung), nicht öffentlich zugänglich
Die als „Blumeninsel“ bekannte Île de Bréhat besticht durch eine Kombination aus rosafarbenem Granit und einem milden Mikroklima, das das Wachstum von Schmucklilien, Eukalyptus und Mimosen begünstigt – und das ganz ohne Autoverkehr, abgesehen von Versorgungsfahrzeugen. Mit einer Fläche von 3,09 km² und etwa 400 ganzjährigen Einwohnern ist die Insel nicht darauf ausgelegt, Besucherströme von über 6.000 Menschen an einem einzigen Sommertag aufzunehmen. Angesichts der Überlastung der Infrastruktur und der Risiken für das Ökosystem leitete die Gemeinde bereits 2021/2022 ein Verfahren zur Quantifizierung ein, bevor über Regulierungsmaßnahmen entschieden wurde.
Im April 2022 wurden sechs Fußgängerzähler bestellt und „nackt“, also ohne vandalismusgeschützte Gehäuse, auf der Nordinsel, am Leuchtturm Phare du Paon und am Hafen installiert – fünf davon sind heute noch in Betrieb. In Kombination mit Kameras zur Personenzählung und Wärmesensoren am Anleger Port Clos konnten zwischen Mai und September 2022 mehr als 320.000 Passanten erfasst werden. Ergänzt wurden diese Daten durch Feldbefragungen bei Besuchern und Einheimischen. Die Analyse ergab, dass eine Mehrheit der Bewohner von Bréhat eine Regulierung der Besucherströme befürwortete.
Wie die Leiterin der Gemeindeverwaltung betont, ging es bei dem Vorhaben um weit mehr als nur den Umweltschutz: Es betraf auch die Sicherheit der Menschen, sowohl auf der überfüllten Insel als auch auf dem Festland. Auf Basis dieser Zahlen erließ der Bürgermeister gestützt auf das „Klimaschutz- und Resilienzgesetz“ eine Verordnung, die ein tägliches Sommer-Besucherkontingent von 4.700 Personen festlegte, gültig von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 14:30 Uhr – ein Novum für eine Gemeinde dieser Art, dem inzwischen ähnliche Maßnahmen in anderen befestigten Orten folgten.
Die Daten sind ausschließlich für den internen Gebrauch bestimmt. Sie dienten zunächst dazu, die tatsächlichen Spitzentage objektiv zu ermitteln: Entgegen der landläufigen Meinung sind die Wochentage stärker frequentiert als die Wochenenden, da Wochenendtouristen ihre Besuche im Voraus planen. Der dritte Freitag im August hat sich nun als klarer Spitzentag herauskristallisiert, ebenso wie der Monat Mai, der zwar stark besucht, aber nicht reguliert ist.
Die Regulierung hat dazu beigetragen, die Besucherströme zu entzerren, ohne die Gesamtzahl der Gäste zu verringern – „es sind nicht weniger Menschen (...), aber sie verteilen sich besser, was die Belastung reduziert“. Dies gilt auch für das Festland, wo die Verkehrssicherheitsprobleme durch den Ansturm auf die Landspitze Pointe de L'Arcouest (wildes Parken, Fußgänger auf der Straße) nun ebenfalls besser bewältigt werden können. Die Zahlen dienten zudem dazu, Kritik zu entkräften: Mit über 82.000 erfassten Passanten im Juli lieferten sie einen nützlichen Datensatz, der – auch wenn „der Algorithmus nicht perfekt ist“ – einen wertvollen Jahresvergleich ermöglicht.
„Für die Gewerbetreibenden war es sehr wichtig, belegen zu können, dass die Besucherzahlen stabil bleiben.“