

Seit Juni 2024 überwacht der Gemeindeverband Saint-Brieuc Armor Agglomération das Fußgänger- und Radverkehrsaufkommen im Naturschutzgebiet Chaos du Gouët mithilfe von drei Kiomda-Zählern, darunter ein modulares Gerät, das je nach Bedarf versetzt werden kann. Die Daten werden alle 15 Minuten übermittelt und dienen intern dazu, eine mögliche vorübergehende Schließung in die Wege zu leiten, falls die Besucherzahlen einen Schwellenwert überschreiten, der mit dem Schutz des Gebiets nicht mehr vereinbar ist.
Das zwischen Plaintel, Plaine-Haute und Saint-Julien gelegene Gebiet Chaos du Gouët erschließt sich über drei Zugangspunkte mit sehr unterschiedlichen Anforderungen. Am Tertre au Vin in Plaintel, dem historischen und meistfrequentierten Ausgangspunkt, leitet ein Parkplatz die Besucherströme von der Schnellstraße D700. In der Mitte der Strecke befindet sich der Bereich Moulin de Saint-Méen in Plaine-Haute mit den Ruinen einer Mühle aus dem 13. Jahrhundert und Holzstegen über den Wildbach – ein obligatorischer Durchgangspunkt, an dem Wanderer gerne eine Pause einlegen und der sich ideal zur Messung der Fußgängerströme eignet. Weiter flussabwärts erfasst der Bereich Sainte-Anne-du-Houlin die Spaziergänger, die aus dem Norden kommen oder die große Runde absolvieren.
Dieser Erfolg hat eine Kehrseite: Die ständige Trittbelastung schädigt die Vegetation und die Flussufer so stark, dass der Gemeindeverband Saint-Brieuc Armor Agglomération einige Passagen befestigen und einen festen Weg vorgeben musste, um die Entstehung von Trampelpfaden zu verhindern. Das erklärte Ziel ist dreifach: den Naturraum bewahren, die Wege sichern — durch Instandhaltung der Stege, Holzplattformen und rutschigen Granitstellen — und das Besucheraufkommen quantifizieren, um Investitionen und Schutzmaßnahmen saisonal anzupassen.
Diese Schutzmaßnahmen wurden parallel zur Installation von Besucherzählern durchgeführt, die über einen Projektaufruf des Cerema für sensible Naturgebiete finanziert wurden. Seit Juni 2024 sind zwei Doppelzähler für Fußgänger und Radfahrer an den Eingängen in Plaintel und Plaine-Haute angebracht, ergänzt durch einen dritten, modularen Zähler, den der Gemeindeverband an anderen Standorten einsetzen kann – aktuell ist er im weniger sensiblen Gebiet von Hillion im Einsatz, um zu prüfen, ob die dortigen Anlagen den Erwartungen der Öffentlichkeit entsprechen.
Es geht nicht nur ums Zählen: Ziel ist es, einen Warnschwellenwert zu definieren, ab dem der Schutz Vorrang vor der touristischen Nutzung hat.
„Wenn wir einen bestimmten Schwellenwert überschreiten, der die ‚Grenze des Zumutbaren‘ übersteigt (…), könnte es zu einer vorübergehenden Schließung kommen, um das Gebiet zu schützen.“
Der Zähler, so betont die Gebietskörperschaft, „liefert einen ersten Anhaltspunkt, anhand dessen wir die Entwicklung verfolgen können“.
Die Daten verlassen nicht den internen Bereich des Gemeindeverbands: Sie sind für den internen Gebrauch bestimmt, werden mit den betroffenen Gemeinden geteilt und nicht veröffentlicht oder extern kommuniziert. Am Standort Hillion verfolgt man ein anderes Ziel: Hier soll die Nutzung durch Sportler – Mountainbiker, Wanderer – überprüft werden, um die Infrastruktur anzupassen, anstatt ökologische Risiken zu detektieren. In beiden Fällen bleibt die Logik dieselbe: zu prüfen, ob die Wege ihren jeweiligen Zwecken gerecht werden, bevor weitere Investitionen getätigt werden.
„Die gesammelten Daten dienen dem Schutz der Umwelt und der Analyse des allgemeinen Besucheraufkommens. Um zu sehen, ob es funktioniert oder nicht, und auch um zu prüfen, ob die Strecken von Sportlern genutzt werden (…).“
Was den Service betrifft, so sieht die Gebietskörperschaft keine besonderen Schwachstellen. Sie spricht von einer „guten Betreuung (Kontakt bei Problemen, Batteriewechsel klappt, schneller Ersatz)“ und einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das sie als vorteilhafter gegenüber anderen Anbietern auf dem Markt bewertet – zwei Kriterien, die für ein Instrument entscheidend sind, das mehrere Jahre an einem schwer zugänglichen Ort mit Holzstegen und instabilen Ufern im Einsatz sein soll.
Auf die Frage nach einer Empfehlung antwortet die Gebietskörperschaft direkt: „10 von 10, kein Problem.“ Eine Ausweitung auf andere Standorte des Gemeindeverbands ist derzeit nicht geplant – „Überhaupt nicht, dazu habe ich aktuell keine Pläne“, stellt sie klar –, aber das Prinzip bleibt bestehen: ein mobiler Zähler, der je nach Bedarf versetzt werden kann, um zwischen öffentlicher Zugänglichkeit und dem Schutz sensibler Naturräume abzuwägen.