Praktischer Leitfaden
Berg- und Outdoorsport

Nicht verbundener Zähler: Verdilo-Daten per Bluetooth auslesen (Anleitung)

12 Jan 26

An manchen Orten nimmt es die Mobilfunkabdeckung mit der Kontinuität nicht so genau: Auf einer Lichtung ist sie vorhanden, dreißig Meter weiter fehlt sie. Von einem Zählpunkt zum nächsten auf demselben Pfad kann das Netz verfügbar sein – oder auch gar nicht. Unter diesen Bedingungen eine Einheitslösung für den gesamten Park erzwingen zu wollen, hieße, alle Standorte auf das Niveau des am schlechtesten versorgten Standorts zu bringen. Wir gehen das Problem anders an: mit einem standortspezifisch angepassten Angebot. Vernetzte Zähler dort, wo das Netz es zulässt, und nicht vernetzte Zähler mit Bluetooth-Auslesung dort, wo es fehlt. Diese Entscheidung ist nicht theoretisch – sie wird nach einem vorab durchgeführten Abdeckungstest für jeden Standort einzeln getroffen. So erhält jeder Punkt die für ihn zuverlässigste und nebenbei auch wirtschaftlichste Lösung.

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Die wichtigsten Punkte
  • Ob der Modus verbunden oder nicht verbunden ist, wird standortbezogennach einem vorab durchgeführten Abdeckungstest entschieden.
  • An Standorten ohne Netzabdeckung speichert das Verdilo seine Daten lokal, völlig unabhängig von einem Netzwerk.
  • Das Auslesen erfolgt vor Ort per Bluetooth, mit einem Smartphone und dem mitgelieferten Magneten – sechs Schritte, kein Spezialwerkzeug erforderlich.
  • Ob verbunden oder manuell ausgelesen, alle Daten laufen auf derselben Plattformzusammen, ohne Datenverlust.
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Netzabdeckung, die sich alle dreißig Meter ändert

Vor Ort lässt sich Konnektivität nicht vom Schreibtisch aus verordnen. Sie muss festgestellt werden. Deshalb geht der Abdeckungstest der Installation voraus: Es geht nicht darum zu raten, was ein Standort empfangen könnte, sondern dies zu messen, bevor dort irgendetwas installiert wird.

Aus diesem Test ergibt sich eine einfache Aufteilung. Dort, wo das Netz verfügbar ist, wird der Zähler vernetzt und sendet seine Daten selbstständig. Dort, wo es fehlt, arbeitet der Zähler völlig autark und die Daten werden bei Vor-Ort-Besuchen ausgelesen. Zwei Modi für dasselbe Ziel: Kein Standort soll ohne Messung bleiben, nur weil er schlecht versorgt ist.

Versorgte Standorte: automatische Fernübertragung

An Standorten mit Netzabdeckung Verdilo überträgt seine Daten drahtlos über die Mobilfunknetze LTE-M / NB-IoT (4G-kompatibel) oder Sigfox per HTTPS, wobei die Zähldaten mit einem parkeigenen privaten Schlüssel verschlüsselt werden. Die Übertragungsfrequenz ist konfigurierbar – zum Beispiel alle 12 oder 24 Stunden –, wobei mindestens eine tägliche Übermittlung erfolgt.

Ein Detail ist wichtiger, als es scheint: Jeder Zähler verfügt über einen Pufferspeicher. Sollte das Netz vorübergehend ausfallen, geht nichts verloren; die gesammelten Zähldaten werden übertragen, sobald die Verbindung wieder steht. Was das Budget betrifft, ist diese Fernübertragung in der jährlichen Betriebspauschale des vernetzten Zählers enthalten.

Nicht versorgte Standorte: lokaler Speicher und Bluetooth-Auslesung

An Standorten, die bei den Tests als nicht versorgt identifiziert wurden, sucht der Zähler nicht nach einem Netz: Er braucht keines. Er speichert seine Zähldaten lokal und völlig autark. Die Daten werden anschließend vor Ort von einem Mitarbeiter mit einem einfachen Smartphone und dem mitgelieferten Magneten ausgelesen – ohne Spezialwerkzeug oder besondere technische Kenntnisse.

Das Verfahren umfasst sechs Schritte:

  1. Installieren Sie die App Kiomda Connect aus dem Google Play Store.
  2. Aktivieren Sie das Bluetooth des Gehäuses, indem Sie den mitgelieferten Magneten einmal über den markierten Punkt führen. Der Vorgang ist identisch, egal ob sich der Zähler in einem Standardgehäuse oder in einem ausgehöhlten Holzpfosten befindet.
  3. Melden Sie sich über die App anbei aktiviertem Bluetooth und Standortzugriff mit den bei der Bestellung übermittelten Zugangsdaten.
  4. Greifen Sie auf den Zähler zu : Wählen Sie „Accéder aux compteurs“ (Zähler aufrufen) und dann „Scanner“ (Scannen), während Sie sich im Umkreis von zehn Metern zum Gehäuse befinden.
  5. Daten empfangen : „Daten empfangen / übertragen“ und anschließend „Daten herunterladen“. Die App zeigt daraufhin den Status des Zählers an – verfolgte Mobilitäten, Netzwerk, Sendefrequenz, Firmware-Version – sowie die erfassten Durchgänge, die sofort lokal eingesehen werden können.
  6. An die Plattform übertragen sobald das Telefon wieder eine Internetverbindung hat (Büro- oder Heim-WLAN, 4G/5G-Netz): Reiter „Messwerte“, Übertragung Gerät für Gerät, dann „Daten senden“.
Bluetooth aktivieren
Anmeldung mit Ihren Zugangsdaten in der Kiomda Connect App
Vor Ort mit dem Zähler verbinden
Daten vom Zähler empfangen
Nach der Rückkehr die Daten von der App an die Datenplattform übertragen
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Die Zähldaten werden dann auf analytics.kiomda.com hochgeladen – genau an derselben Stelle wie die Daten der vernetzten Standorte. Es fallen keine laufenden Kosten für die Fernübertragung an: Genau das macht diese Version wirtschaftlicher als die vernetzte Variante. Die einzige Voraussetzung ist der regelmäßige Besuch durch einen Mitarbeiter, was sich ohne zusätzlichen Aufwand in die ohnehin geplanten Wartungsarbeiten und Außendienste integrieren lässt.

Dies ist beispielsweise die gewählte Methode, um die Besucherzahlen in einem Naturschutzgebiet ohne Netzabdeckung zu erfassen.

Zuverlässige und zentralisierte Daten, unabhängig vom Modus

Dieses Zwei-Wege-System verfolgt ein gemeinsames Ziel: keinen Datenverlust, auch dort, wo kein Netz verfügbar ist. Der Pufferspeicher übernimmt dies bei vernetzten Standorten, die lokale Speicherung bei den anderen. Und egal welcher Weg gewählt wird, alle Messungen laufen auf einer einzigen Plattform zusammen. Der Verwalter behält so eine einheitliche Übersicht über seinen gesamten Bestand, ohne sich mit zwei getrennten Systemen auseinandersetzen zu müssen.

Die Unterscheidung zwischen vernetzt und nicht vernetzt ist zudem nicht endgültig. Sollte sich die Netzabdeckung eines Standorts verbessern – etwa durch einen neuen Sendemast oder Netzausbau –, ist die Umstellung einfach und beeinträchtigt die Historie des Zählpunkts nicht. Der Zähler wechselt den Modus, die Datenreihe bleibt jedoch lückenlos.

Die richtige Frage lautet nicht „vernetzt oder nicht“

Vor Ort geht es nicht darum, von vornherein zu entscheiden, ob man vernetzte Zähler möchte oder nicht. Es geht darum, standortbezogen zu prüfen, was das Netz tatsächlich zulässt – und keine Fernübertragung zu bezahlen, wo ein Magnet und ein Vor-Ort-Besuch ausreichen.

Der vorab durchgeführte Netzabdeckungstest dient also nicht nur der Auswahl der Hardware. Er legt für jeden Standort das passende Ausstattungsniveau fest. Der Rest – Installation, Auslesen, Datenübermittlung – erfolgt überall auf die gleiche Weise und führt zum selben Ziel.

Informationen zu Montagehöhen, Positionierung und bewährten Installationspraktiken finden Sie in der Verdilo Installationsanleitung.

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