
Weitere Informationen finden Sie in den technischen und behördlichen Unterlagen:
Wi-Fi-Tracking basiert auf der Erkennung von Signalen, die von Smartphones und verbundenen Objekten gesendet werden. Diese Geräte senden regelmäßig technische Identifikatoren über WLAN oder Bluetooth, die Terminals in der Nähe empfangen können.
Ein Punkt wird oft missverstanden: Es geht nicht darum, die 4G- oder 5G-Antennen von Telekommunikationsbetreibern zu verwenden.
Mobilfunkantennendaten gehören den Betreibern und sind stark aggregiert. Sie können nicht direkt verwendet werden, um die Anzahl der Passagen am Eingang eines Parks oder eines öffentlichen Platzes zu zählen.
Im Falle von Wi-Fi-Tracking in öffentlichen Bereichen ist eine Installation erforderlich spezielle Boxen vor Ort. Diese Terminals:
Ohne diese physische Ausrüstung werden keine Daten gesammelt.
Diese Infrastruktur umfasst im Allgemeinen:
Wi-Fi-Tracking ist daher keine „immaterielle“ Lösung. Es basiert auf einer aktiven Installation, vergleichbar mit einem Netzwerk von Funksensoren.
Der autonome Wärmesensor verfolgt einen anderen Ansatz. Er empfängt keine digitalen Signale und interagiert nicht mit persönlichen Geräten.
Es erkennt die Anwesenheit und Bewegung eines Körpers dank seiner thermischen Signatur. Bei einem stereoskopischen System ermöglichen es zwei Sensoren, die Durchgangsrichtung zu erkennen und Fehler zu begrenzen.
Die erzeugten Daten entsprechen einer realen physischen Passage.
Im Gegensatz zum Wi-Fi-Tracking bietet diese Technologie:
Ein autonomer Sensor arbeitet mit einer langen Akkulaufzeit, mit langsamer Übertragung oder verzögerter Synchronisation.
Die Installationslogik ist leichter und reversibel.
Die zentrale Frage für eine Community ist nicht nur „wie viele Daten“, sondern „wie robust im Laufe der Zeit“.
Beim Wi-Fi-Tracking hängt die gemessene Anwesenheit vom Niveau der Benutzerausrüstung und von technischen Parametern ab, die für den Bediener unsichtbar sind. Eine Weiterentwicklung der Datenschutzrichtlinien eines Herstellers kann die Qualität der Daten verändern, ohne dass sich der öffentliche Raum verändert hat.
Die tatsächliche Besucherzahl kann stabil bleiben, während das Volumen der erkannten Signale abnimmt.
Der autonome Wärmesensor bleibt dagegen unabhängig von diesen externen technologischen Entwicklungen. Die erzeugten Daten stehen in direktem Zusammenhang mit der physischen Passage.
Dies bedeutet nicht, dass ein Temperatursensor unfehlbar ist. Seine Präzision hängt von der Positionierung, der Konfiguration und dem Installationskontext ab. Das Messprinzip bleibt jedoch im Laufe der Zeit stabil.
Bei Projekten zur Folgenabschätzung — beispielsweise zur Messung der Entwicklung der Besucherzahlen eines Platzes nach der Sanierung — ist die zeitliche Vergleichbarkeit ein entscheidendes Kriterium.
Die regulatorische Dimension hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert.
Wi-Fi-Tracking beinhaltet die Erfassung von technischen Identifikatoren, die mit einzelnen Geräten verknüpft sind. Selbst wenn diese Identifikatoren pseudonymisiert oder gehasht sind, können sie als personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO betrachtet werden, insbesondere wenn sie eine indirekte Reidentifizierung ermöglichen.
Dies erfordert:
Die Einhaltung von Vorschriften kann zu einer betrieblichen und Reputationsherausforderung werden.
Da der autonome Temperatursensor kein Bild oder eine Kennung erfasst, basiert er von Grund auf einer anonymen Messlogik. Er erfasst keine Daten, die eine Person oder ein Gerät identifizieren könnten.
Für die lokalen Behörden wirkt sich dieser Unterschied oft stark auf die Entscheidung aus, insbesondere in sensiblen oder touristischen Gebieten.
Die Installationsumgebung verändert die Relevanz von Lösungen stark.
Wi-Fi-Tracking erfordert eine Infrastruktur aus miteinander verbundenen Sensoren, eine stabile Stromversorgung und regelmäßige Wartung. In einem dichten Stadtzentrum können diese Bedingungen erfüllt werden.
In einer natürlichen Umgebung, auf einem abgelegenen Greenway oder in einem Park ohne Netzabdeckung wird die Implementierung komplexer. Der Mangel an Infrastruktur schränkt die Zuverlässigkeit des Systems ein.
Der autonome Temperatursensor, der mit einer Batterie betrieben wird und mit niedriger Geschwindigkeit übertragen werden kann, lässt sich leichter an diese Zusammenhänge anpassen. Es kann ohne Stromanschluss und ohne lokales Wi-Fi-Netzwerk funktionieren.
Die Frage wird dann strategisch: Wollen wir einen dichten urbanen Raum oder ein diffuses Gebiet messen?
Es wäre simpel, sich den beiden Technologien direkt entgegenzustellen.
Wi-Fi-Tracking kann nützlich sein, wenn das Ziel darin besteht, globale Ströme in einer bereits ausgestatteten Umgebung mit einer breiten statistischen Überwachungslogik zu analysieren.
Der autonome Temperatursensor ist besonders geeignet, wenn das Ziel darin besteht, eine zuverlässige, stabile und vergleichbare Messung über die Zeit zu liefern, insbesondere für:
Die Wahl hängt daher weniger von den Auswirkungen der technologischen Moderne als von der erwarteten tatsächlichen Nutzung ab.
Wi-Fi-Tracking und der autonome Wärmesensor reagieren nicht auf dieselbe Messlogik.
Die erste erkennt digitale Signale, die von der jeweiligen Ausrüstung abhängen, und erfordert eine spezielle Infrastruktur vor Ort.
Die zweite misst eine physische Passage ohne Interaktion mit Benutzergeräten und ohne Abhängigkeit von einer lokalen elektrischen Infrastruktur.
In einem territorialen Projekt sind Robustheit, Vergleichbarkeit und Einfachheit der Installation oft eher strukturierend als technologische Raffinesse.


